Veranstaltung „Das verborgene Archiv – Ein Abend zu queeren Biografien im Nationalsozialismus“

Das verborgene Archiv – Ein Abend zu queeren Biografien im Nationalsozialismus

Am Dienstag, den 12. Mai 2026, um 19 Uhr findet in der W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdisches Museum Berlin die Veranstaltung „Das verborgene Archiv – Ein Abend zu queeren Biografien im Nationalsozialismus“ statt.

Im Zentrum des Abends steht die Frage, wie sich queere und trans Lebensgeschichten unter den Bedingungen von Verfolgung und Ausgrenzung rekonstruieren lassen. Gemeinsam mit dem amerikanischen Autor und Podcaster Eric Marcus werden Stimmen von Zeitzeug*innen nach Berlin zurückgeholt. Zu hören sind ausgewählte Interviews aus seinem Podcast Making Gay History.

Im Anschluss diskutieren Eric Marcus, die Literaturwissenschaftler*in Janin Afken und Historiker*in Kai* Brust über die Herausforderungen der Recherche zu LGBTQIA-Biografien in Archiven und Museumssammlungen. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Wie lassen sich unterschiedliche und miteinander verflochtene Verfolgungserfahrungen sichtbar machen? Ist der heute gebräuchliche Begriff „queer“ für die historische Analyse angemessen? Und wie können lesbische, schwule und trans* Lebensgeschichten in Archiven gefunden werden, die diese durch ihre Ordnungslogiken häufig unsichtbar machen?

Moderation: Anika Reichwald, Kuratorin der Dauerausstellung des JMB

Die Veranstaltung wird in Englischer Sprache durchgeführt.
Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets sind über das Jüdisches Museum Berlin erhältlich.